ProtestMailAssistent – MENDERES TEKSTIL/Türkei
PROTESTMAIL an IKEA:
Kent-Åka Ahlgren und Thomas Bergmark
Weiter unten können Sie auf einen Blick den ganzen Text lesen, der mit dieser Protestmail verschickt wird.
Sehr wichtig: Bitte vergessen Sie nicht, im Formular bei Mitteilung
- vorne das aktuelle Datum zu ergänzen/ersetzen und
- in der Mitte und am Ende des Textes Ihren Namen einzutragen.
Und bitte füllen Sie zumindest alle mit einem * gekennzeichneten Felder aus.
Hier der Wortlaut der Protestmail:
An/To
- Kent-Åka Ahlgren, Purchasing Manager Europe,
KENT-AKE.AHLGREN@memo.ikea.com - Thomas Bergmark, Manager Social & Environmental Affairs, set@memo.ikea.com
(English version see below)
[Bitte Datum einfügen]
Betreff: Menderes Tekstil: Einhaltung Ihres Verhaltenskodex IWAY
Sehr geehrter Herr Ahlgren und sehr geehrter Herr Bergmark,
ich schreibe Ihnen, weil ich sehr besorgt über die Einhaltung von Arbeitsrechten bei Ihrem Zulieferer Menderes Tekstil in der Türkei bin.
Ich habe von der Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung erfahren, dass dort gegen die Vereinigungsfreiheit verstoßen wird, indem die Menderes Geschäftsführung ArbeiterInnen entlässt, versetzt und anderweitig diskriminiert, die für die Gewerkschaft aktiv sind.
Ich habe außerdem gelesen, dass die Arbeitsbedingungen in der Fabrik sehr gefährlich sind. In den letzten Jahren kam es zu zahlreichen Unfällen und vier Todesfällen.
All das verstößt gegen türkisches Recht und internationale Arbeitsstandards sowie gegen Ihren Verhaltenskodex.
Ich bin darüber informiert, dass die Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung Sie bereits aufgefordert hat, in dem Fall aktiv zu werden, aber dass Sie sich bisher geweigert haben, konkrete Schritte gegen die Arbeitsrechtsverletzungen zu unternehmen und sich bisher nicht an Ihren türkischen Zulieferer gewandt haben.
Als Konsument und möglicher Käufer interessiere ich mich für die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung Ihrer Produkte. Ich bitte Sie deshalb dringlich, Ihre Verantwortung als Einkäufer ernst zunehmen und Menderes Tekstil aufzufordern:
· die GewerkschafterInnen mit angemessenen Entschädigungszahlungen wiedereinzustellen, die aufgrund ihrer Gewerkschaftsaktivitäten entlassen worden waren und bei Gericht Beschwerden eingereicht haben;
· TEKSIF als Gewerkschaft und als Vertretung ihrer Mitglieder in allen Angelegenheiten der Fabrik anzuerkennen sowie allen ArbeiterInnen das Recht zuzusichern, sich gewerkschaftlich zu organisieren und Tarifverträge auszuhandeln;
· TEKSIF als Arbeitnehmervertretung in die Umstrukturierungspläne des Unternehmens und bei der Festlegung von Kriterien für betriebsbedingte Kündigungen einzubeziehen;
· die Gesundheits- und Sicherheitsstandards in den Fabriken sowie Beschwerdeverfahren zu überprüfen.
Außerdem fordere ich Ikea auf, die freiwillige Selbstverpflichtung Ihres IWAY Verhaltenskodex ernst zu nehmen und als Folge der Arbeitsrechtsverletzungen die Aufträge an Menderes nicht einzustellen. Weniger Aufträge oder sogar das Schließen der Fabrik hilft keinem weiter – besonders den ArbeiterInnen nicht. Ein „cut-an-run“ Szenario würde sich schlecht auf Ikeas Image als sozial verantwortliches Unternehmen auswirken.
Mit freundlichen Grüßen
[Bitte Name einfügen]
Dear Kent-Åka Ahlgren and Thomas Bergmark,
I am writing to you to express my deep concerns about the labour-rights situation at one of your suppliers in Turkey, Menderes Tekstil. I understand from the [Clean Clothes Campaign (CCC)] that the right for the factory’s workers to associate themselves into a workers’ union is grossly violated there, and that the factory management dismisses, transfers and otherwise harasses employees who are active for the workers’ union.
I also read reports that the working conditions at the factory are unacceptably dangerous and harmful. All this in violation of Turkish law, international labour standards as per the ILO, and your own suppliers code of conduct.
I have been informed by the [CCC] that their efforts to address these urgent matters with you met with a refusal from your side to take swift and effective action to remedy the situation.
I also learned that IKEA commissioned an audit into the labour conditions at Menderes Tekstil, and concluded that there are no major labour problems at the factory. Although the CCC was never given a chance to view the audit report, the campaign has in the past raised serious concerns about the use of industry-commissioned audit reports that often lead to biased conclusions.
As a consumer and one of your potential clients, I am concerned about the working conditions surrounding the production of the goods you sell. I urge you to take up your supply-chain responsibilities seriously, and to demand from Menderes Tekstil:
- reinstatement with compensations and pay-back of salary arrears where appropriate for those workers who are currently engaged in court proceedings against Menderes Tekstil following their dismissal due to unionisation;
- acknowledgement of TEKSIF as a legitimate union at your factory and to recognize their right to represent their members in factory matters, and to provide all workers with a guarantee that the company will respect their rights to organize and to bargain collectively.
- involvement of TEKSIF in the discussions around the company’s restructuring plans and the criteria for necessary dismissals.
- review of occupational health and safety measures at both factory plants, as well as a review of certain disciplinary and grievance handling mechanisms;
In addition to these demands towards the management of the Menderes factory, I urge IKEA to take up the moral commitment it makes in its IWAY code of conduct and not to diminish or lessen orders at Menderes just because of the labour-related problems there. Reduced production or even a closing down of the Menderes factory is not in anybody's interest, and a ”cut-and-run” scenario would not reflect favourably on IKEA's social responsibility profile.
Yours sincerely,
[Your Name]
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