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Pressemitteilung: Menschenrechtsverletzungen in Kambodscha. Deutsche Unternehmen müssen Stellung beziehen!

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Die Kampagne für Saubere Kleidung äußerst ihre Besorgnis über die angespannte politische Lage in Kambodscha. Die zunehmenden Repressionen gegen die Zivilgesellschaft, die Einschränkung der Pressefreiheit sowie die Unterdrückung der politischen Opposition sind alarmierend. Die internationale Clean Clothes Campaign (CCC) ruft deshalb gemeinsam mit dem Worker Rights Consortium und dem International Labor Rights Forum in Kambodscha produzierende Bekleidungs- und Textilunternehmen auf, klar Stellung gegen diese Repressionen zu beziehen. Diese müssen ihren Einfluss auf die kambodschanische Regierung geltend machen und diese dazu auffordern, die Menschen- und Arbeitsrechte umfassen zu achten. Kambodschas Schuh- und Bekleidungsindustrie beschäftigt etwa 700.000 ArbeiterInnen. Der Jahresumsatz beträgt 6,8 Mrd. US-Dollar und hält 80 % des Gesamtexports des Landes.

"Unternehmen wie beispielsweise H&M profitieren vom Geschäft mit Kambodscha, den prekären Arbeitsbedingungen und den Repressionen gegenüber Gewerkschaften und gegenüber den Menschen, die ihre Rechte einfordern“, stellt Laura Ceresna-Chaturvedi von der Kampagne für Saubere Kleidung fest. „Die in Kambodscha bestellenden Unternehmen müssen jetzt ihren Einfluss geltend machen, das sind sie der Bevölkerung schuldig.“

Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk fügt hinzu: "Auch deutsche Unternehmen tragen eine Mitverantwortung dafür, eine erneute Eskalation wie in den Jahren 2014 oder 2016 zu vermeiden. Unternehmen wie Puma und Adidas, Deichmann, Aldi, Lidl oder Tchibo, die sich bewusst für Kambodscha als Produktionsland entschieden haben, stehen jetzt auch in der Pflicht dafür zu sorgen, dass grundlegende Menschen- und Arbeitsrechte in ihrer Lieferkette eingehalten werden.“

Die CCC fordert von allen Unternehmen, die in Kambodscha produzieren lassen: - Eine öffentliche Stellungnahme zu den andauernden Repressionen gegen die Zivilgesellschaft, Gewerkschaften und die Medien. - Eine Kontaktaufnahme mit der kambodschanischen Regierung, um diese auf die grundlegenden Prinzipien demokratischer Teilhabe, Pressefreiheit und das Recht auf Vereinigungsfreiheit als Basis einer nachhaltigen Entwicklung zu verpflichten.

Weitere Hintergrundinformationen (Englisch)

Kontakt:
Laura Ceresna-Chaturvedi
ceresna@saubere-kleidung.de
Tel +49-30-420820252

Berndt Hinzmann
hinzmann@inkota.de
Tel 0160-94 69 87 70

 

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