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Nichtregierungsorganisationen fordern von UNIQLO, endlich angemessene Entschädigungen zu zahlen

2017 03 08 PM UNIQLO[08.03.2017]

Am Internationalen Frauentag haben zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit das japanische Unternehmen UNIQLO aufgefordert, 4.000 Arbeiterinnen ihres indonesischen Zulieferers Jaba Garmindo endlich eine Entschädigung zu zahlen. Sie organisierten Proteste vor Filialen in Hongkong und richten sich mit einer Petition direkt an den Vorsitzenden des Unternehmens. Die insolvente Fabrik Jaba Garmindo in Indonesien schloss im Jahr 2015 mit der Folge, dass etwa 4.000, vorwiegend weibliche Beschäftigte, ihren Job verloren. Fast zwei Jahre später warten die Arbeiterinnen vergebens auf ihre ausstehenden vier Monatsgehälter und Abfindungen, die zusammen knapp 11 Mio. US-Dollar ausmachen. Die Tatsache, dass Tausende Frauen, die für den ehemaligen UNIQLO-Zulieferer gearbeitet haben, nun ihrem Schicksal überlassen sind, ist nicht hinnehmbar.

“Viele der Arbeiterinnen haben ihre Wohnungen verloren und sind zu alt, um eine neue Anstellung zu finden. Sie können ihre Familien nicht mehr ernähren,” sagt Teddy Senadi Putra von der Betriebsgewerkschaft PUK SPAI FSPMI. Sri Paryani, die zusammen mit ihrem Mann 20 Jahre in der Fabrik gearbeitet hat sagt: „Wir geben nicht auf. Wir fordern Unternehmen wie UNIQLO, s.Oliver und Gerry Weber, für die wir bei Jaba Garmindo produziert haben, dazu auf endlich Verantwortung für ihre Lieferkette zu übernehmen und uns das zu geben, was uns rechtlich zusteht!“

Die Kampagne für Saubere Kleidung ruft gemeinsam mit War on Want, People and Planet, SACOM, Globalization Monitor und Yokohama Action Research das Unternehmen UNIQLO dazu auf, sich endlich an den Entschädigungszahlungen zu beteiligen. Weitere Proteste in Japan sind für den 18. März geplant.

Laut den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sind Unternehmen dazu verpflichtet, Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen, die durch ihre Geschäftspraktiken entstehen. Yuen-ki Yeung von Students and Scholars against Corporate Misbehaviour (SACOM) sagt, “Jaba Garmindos Insolvenz hat direkt mit dem Ausbleiben von UNIQLOs Aufträgen zu tun. Als multinationales Unternehmen hat UNIQLO eine Sorgfaltspflicht, diese besteht auch gegenüber Arbeiterinnen, die Kleidung für UNIQLO produzieren.“

Kontakt:
Laura Ceresna- Chaturvedi
Kampagne für Saubere Kleidung
+49 (0)30-42 08 202-52
ceresna@saubere-kleidung.de

Yuen-ki Yeung
Students and Scholars against Corporate Misbehaviour (SACOM)
+852 96562117
kiki.yeung@sacom.hk

Petition unterzeichnen!

Pressemitteilung (PDF)

 

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