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Firmenprofile Boarder Wear 2011

Boarder Wear 2011[10.09.2011]

Wenn der Winter kommt, steigt der Umsatz bei der so genannten Boarderwear. Marken wie Burton und Nitro werben mit Lifestyle und Freizeitvergnügen. Doch der Spaß endet bei den schlechten Arbeitsbedingungen in Produktionsländern wie China, Indien oder Vietnam, wo die Menschen oft unter Gefährdung der Gesundheit, für Hungerlöhne bei Arbeitszeiten bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten und manchmal noch andere Risiken tragen.

Die Branche der Boarderwear hat bisher nur wenig unternommen, um Missständen in ihren Zulieferbetrieben vorzubeugen. Das hat die Kampagne für Saubere Kleidung zum Anlass genommen, genauer nachzufragen und diese unter die Lupe zu nehmen.

Snowboard-, Skate- und Surfmarken pfeifen auf Arbeitsrechte!

Dieser Trendbereich - besonders für Jugendliche und Sportfreaks - wurde in den zurückliegenden beiden Jahren, ähnlich der Outdoor-Firmen, ebenfalls befragt. Aus anderen Branchen bekannte Defizite wurden auch hier festgestellt. Die im Sommer 2011 durchgeführte Befragung von 10 ausgewählten Unternehmen brachte nichts Neues hervor. Im Gegensatz dazu wurden 8 Outdoor-Firmen unterdessen Mitglied in der Fair Wear Foundation.

Mangelnde Transparenz

Die Befragung der Kampagne für Saubere Kleidung von Billabong, Burton, Carhartt, DC, Etnies, Nikita, Nitro, O"™Neill, Quiksilver, Rip Curl hat klar gezeigt, dass es an wirkungsvollen Maßnahmen und Transparenz mangelt, um faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

  • Keines der befragten Unternehmen gab Auskunft darüber, ob und welche Maßnahmen sie gegen Verletzungen von Arbeits- und Menschenrechten treffen.
  • 6 von 10 befragten Unternehmen verpflichten sich zu keinerlei Internationalen Arbeitsstandards oder Menschenrechtsprinzipien und verfügen über keinen Verhaltenskodex.
  • 10 von 10 der befragten Unternehmen legen ihre Produktionsstandorte nicht offen.

Öffentlicher Druck ist notwendig, um mehr Transparenz und die Einhaltung von Internationalen Arbeitsstandards und Menschenrechtsprinzipien innerhalb der Unternehmen zu erreichen.

» Studie zum Download (PDF, 233 KB)

 

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Berndt Hinzmann
hinzmann@inkota.de

Maik Pflaum
pflaum@ci-romero.de