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Proteste der TextilarbeiterInnen in Kambodscha eskalieren

LucForsythCambodia2014 Police-590x300[06.01.2014]

Wochenlang haben TextilarbeiterInnen in Kambodscha friedlich für einen menschenwürdigen Lohn demonstriert. Am 2. Januar 2014 schoss die Militärpolizei scharf auf die Demonstranten – mindestens vier Menschen kamen ums Leben. Der Einsatz von Waffen ist schockierend und diese Gewalt muß beendet werden.

Dessen ungeachtet sind die ArbeiterInnen in den Bekleidungsfabriken seit Langem täglicher ökonomischer Gewalt ausgesetzt. In Gewisserweise sind sie Gefangene eines Systems. Die offizielle Ankündigung eines neuen Mindestlohns von 100 USD pro Monat ist die Fortschreibung unhaltbarer Zustände. Mit dieser Summe ist es nicht möglich in Würde zu leben.

Die internationale Clean Clothes Campaign fordert einen Lohn zum Leben und Schluss mit den Ausreden, einen existenzsichernden Lohn für alle ArbeiterInnen in der globalen Fashion-Industrie.

Kambodschanische und andere asiatische Arbeits- und Menschenrechtsorganisationen haben diesen für Kambodscha mit 386 USD bzw. 284 EUR berechnet. Diese Organisationen sind in der Asia Floor Wage Allianz zusammen geschlossen.

Die Clean Clothes Campaign – Kampagne für Saubere Kleidung unterstützt die Forderungen der kambodschanischen Gewerkschaften nach einem Mindestlohn von 160 USD bzw. 118 EUR.

Wir unterstützen ebenso die Forderungen kambodschanischer Organisationen, die aktuellen Vorfälle sofort zu untersuchen, Menschenrechtsverletzungen zu ahnden und die Opfer sowie ihre Familien zu unterstützen.

Wir fordern von den in Kambodscha tätigen Modehäusern und Markenfirmen wie Adidas, Puma, H&M, C&A, Walmart, Levi's,  Inditex/ Zara. u.a.:

  • die Repression in Kambodscha öffentlich zu verurteilen,
  • die kambodschanische Regierung aufzufordern, die Militärpolizei sofort zurückzuziehen, die festgesetzten ArbeiterInnen, Mönche und GewerkschafterInnen sofort freizulassen und die Anklagen fallen zu lassen,
  • die Forderung nach einem Mindestlohn von 160 USD öffentlich zu unterstützen
  • die Vergabe von Aufträgen nach Kambodscha zeitweise auszusetzen bis der Frieden sowie Streik- und Demonstrationsrecht wiederhergestellt sind.

Weitere Informationen zu den Lohnkämpfen in Kambodscha und über Hungerlöhne bei Lieferanten internationaler Modehändler hier:

saubere-kleidung/ living-wage-existenzlohn

clean clothes/ living-wage/ swooning-over-fashion 

lohn zum leben.de/ shop-til-they-drop

 

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