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[10. Februar 2009 | Eilaktion | Update]
Die Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung fordert adidas auf,
sich für entlassene Gewerkschafter einzusetzen.
Aufgrund ihres Engagements für Arbeitsrechte suchen MitgliederInnen indonesischer Gewerkschaften verzweifelt nach neuen Jobs. Sie hatten ihre Arbeit bei adidas Zulieferern in den letzten Jahren verloren. Im November 2006 schlossen die Fabriken PT Spotec und PT Dong Joe, die Produkte für adidas hergestellt hatten. Seitdem suchen sieben MitgliederInnen der SBGTS Gewerkschaft nach Arbeit. Im Oktober 2005 entließ der adidas Zuliefererbetrieb PT Panarub 33 SBGTS (ehemals Perbupas) GewerkschafterInnen nach einem eintägigen Streik. In seinem Verhaltenskodex sichert adidas allen ArbeiterInnen Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit zu. In der Praxis allerdings werden GewerkschaftsmitgliederInnen häufig diskriminiert; insbesondere bei der Suche nach Anstellung werden sie benachteiligt. Die Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung fordert adidas deshalb auf, sich aktiv für die ArbeitsrechtlerInnen einzusetzen und das Programm für eine Sektoren übergreifende Lösung für die indonesische Sport- und Bekleidungsindustrie umzusetzen!
Unterstützen Sie heute die GewerkschafterInnen und schreiben Sie an adidas, um ihre Wiedereinstellung und die Umsetzung des Programms zu fordern!
» Hier geht es zur Online Aktion…
Seit die Fabriken PT Spotec und PT Dong Joe im November 2006 ohne Vorankündigung schlossen, suchen tausende ArbeiterInnen noch immer nach neuen Jobs. Rund 3000 Menschen aus ganz Europa beteiligten sich an den Protestaktionen der Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung. adidas bemühte sich daraufhin, die entlassenen ArbeiterInnen in anderen Fabriken wieder einzustellen. 1285 der 10.500 ArbeiterInnen fanden in der Fabrik des neuen Zulieferers Ching Luh Anstellung. Jedoch warten noch rund 900 ArbeiterInnen auf die Bearbeitung ihrer Bewerbungen, darunter auch die sieben SBGTS GewerkschaftsmitgliederInnen. Sie hatten ihre Bewerbungen fristgerecht eingereicht, aber haben nach über einem Jahr immer noch keine Rückmeldung erhalten. Sie sehen sich genötigt, Kurzarbeit unter schlechten Arbeitsbedingungen anzunehmen, obwohl sie über viele Jahre Erfahrung in der Sportwarenproduktion verfügen. Die Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung geht davon aus, dass die sieben GewerkschaftsmitgliederInnen aufgrund ihres Einsatzes für Arbeitsrechte nicht wieder eingestellt werden.
Das gilt auch für die 33 Gewerkschaftsmitglieder aus der Fabrik PT Panarub, die nach einem eintägigen Streik im Oktober 2005 entlassen wurden. Sie hatten für höhere Löhne und die Einhaltung von Arbeitsstandards gestreikt. Die Fabrik war für mangelnde Gesundheits- und Sicherheitsstandards sowie schlechte Arbeitsbedingungen bekannt. Internationale Proteste im Rahmen der Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung bewirkten, dass die ArbeiterInnen Abfindungen erhielten. Bis heute jedoch suchen sie nach festen Anstellungen, die ihnen ein regelmäßiges Einkommen sichern.
Die Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung fordert adidas auf,
Senden auch Sie eine Protestemail an adidas!
» Hier geht es zur Online-Aktion…
Herrn Frank Henke
Global Director Group Social & Environmental Affairs
adidas AG
frank.henke@adidas.de
Herrn William Anderson
Head of Group Social & Environmental Affairs Asia Pacific
adidas AG
William.Anderson@adidas-Group.com
[Datum/Date]
Sehr geehrter Herr Henke,
sehr geehrter Herr Anderson,
(English version below)
ich schreibe Ihnen, weil ich besorgt bin, dass GewerkschafterInnen und ArbeitsrechtlerInnen in adidas Zuliefererfabriken in Indonesien diskriminiert werden. Von der Kampagne für ‚Saubere’ Kleidung habe ich erfahren, dass SBGTS GewerkschafterInnen nicht wiedereingestellt worden sind, nachdem sie wegen der plötzlichen Schließung der PT Spotec Fabrik und in Folge eines Streiks in der PT Panarub Fabrik entlassen worden waren.
Ich möchte adidas bitten, die auf unfaire Weise entlassenen Gewerkschafter wiedereinzustellen, die immer noch auf der Suche nach Arbeit sind. Im Einklang mit dem adidas Verhaltenskodex fordere ich adidas auf, Gewerkschafter nicht zu diskriminieren sowie die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit bei Zuliefern zu gewährleisten. Außerdem möchte ich adidas dringend bitten, das Programm für eine Sektoren übergreifende Lösung für die indonesische Sport- und Bekleidungsindustrie umzusetzen.
Seit die Fabriken PT Spotec und PT Dong Joe im November 2006 ohne Vorankündigung schlossen, sind sieben Gewerkschafter ohne Arbeit. Sie hatten ihre Bewerbungen bei dem neuen adidas Zulieferer Ching Luh fristgerecht eingereicht, aber haben nach über einem Jahr immer noch keine Rückmeldung erhalten. Sie sehen sich genötigt, Kurzarbeit unter schlechten Arbeitsbedingungen anzunehmen, obwohl sie über viele Jahre Erfahrung in der Sportwarenproduktion verfügen. Ich befürchte, dass die sieben GewerkschaftsmitgliederInnen aufgrund ihres Einsatzes für Arbeitsrechte nicht wieder eingestellt werden. Ich möchte Sie deshalb bitten, sich dafür einzusetzen, dass ihre Bewerbungen in einem schnellen, fairen und offenen Verfahren bearbeitet werden.
Das gilt auch für die 33 GewerkschaftsmitgliederInnen aus der Fabrik PT Panarub, die nach einem eintägigen Streik im Oktober 2005 entlassen wurden. Sie hatten für höhere Löhne und die Einhaltung von Arbeitsstandards gestreikt, was nach internationalem Standards und dem adidas Verhaltenskodex ihr Recht ist. Trotz vieler Bewerbungen bei adidas Zulieferern haben sie immer noch keine festen Anstellungen gefunden. Auch hier nehme ich an, dass die GewerkschaftsmitgliederInnen diskriminiert werden. Ich möchte Sie deshalb bitten, für die Gewerkschafter aktiv zu werden und ihnen neue Jobs bei adidas Zulieferern anzubieten.
Ich hoffe sehr, dass adidas aktiv wird, um die Diskriminierung von GewerkschafterInnen zu unterbinden und Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit zu gewährleisten.
Mit freundlichen Grüßen
[Ihr Name]
Dear Mr. Henke,
Dear Mr. Anderson,
I am writing to express my concern regarding the ongoing discrimination of union officials and labour activists in adidas supplier factories in Indonesia. Through the Clean Clothes Campaign (CCC) I learned that SBGTS union members have not been re-employed after the close-down of the PT Spotec factory in November 2006 and after being unfairly dismissed from the PT Panarub factory in October 2005.
I urge adidas to re-employ the unfairly dismissed union leaders still looking for work. In accordance with the adidas code of conduct, I urgently ask you to protect union members from discrimination and to ensure freedom of association at adidas supplier factories. I urge adidas to implement the Sector-Wide Solutions for the sports shoe and apparel industry in Indonesia put forward by the CCC and Oxfam Australia.
Since the shutdown of the PT Spotec factory in November 2006 seven SBGTS union leaders have been looking for jobs. In December 2007 they applied at the adidas supplier Ching Luh taking over the production from PT Spotec. Despite their great work experience, they have not been given job interviews. I am concerned that they have been blacklisted. I urgently ask adidas to ensure that their application will be processed in a fair, transparent and speedy manner.
Similarly, about 30 union members formerly employed at the adidas supplier PT Panarub have been waiting to be re-employed after being unfairly dismissed in October 2005. They had gone on strike to ask for higher wages and better working conditions which is their right according to international labour standards and the adidas code of conduct. Despite various attempts with adidas suppliers, they have not been able to find employment. Once again, I worry that they have been blacklisted. I, therefore, ask adidas to assist the Panarub union leaders to find new jobs and, thus, protect union members from discrimination.
I very much hope to see adidas take action, ensure freedom of association at its suppliers in Indonesia and implement the the Sector-Wide Solutions for the sports shoe and apparel industry in Indonesia put forward by the CCC and Oxfam Australia.
Sincerely,
[Your name]
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[30. April 2008 | Eilaktionen | Akuelle Fälle]

Fordern Sie Adidas auf, internationale Arbeitsstandards bei indonesischen Zulieferern umzusetzen!
In seinen durchgestylten Hochglanzpublikationen betont Adidas seine Verpflichtung Sozial- und Umweltstandards umzusetzen. Adidas bekräftigt seine Verantwortung, selbst in Aktion zu treten und andere in der Zuliefererkette zu sozialem Verhalten zu motivieren. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass Adidas in Indonesien in Aktion treten muss, denn hier kommt es zu systematischen Verletzungen internationaler Arbeitsstandards – wie die bei den Adidas-Zulieferern PT Spotec und PT Dong Joe. Hier wurde auf Grund von Arbeitsrechtsverletzungen das Leben und das Wohlergehen tausender ArbeiterInnen grundlegend beeinflussen.
Werden auch Sie aktiv unter www.saubere-kleidung.de oder www.inkota.de/eilaktionen und fordern Sie Adidas auf, endlich seine soziale Verantwortung wahrzunehmen!
Immer wieder erreichen die Kampagne für „Saubere“ Kleidung aktuelle Meldungen von Arbeitsrechtsverletzungen in Indonesien. Partnerorganisationen berichten über den Missbrauch von kurzen unbefristeten Arbeitsverträgen, über unverantwortliche und illegale Behandlung der ArbeiterInnen bei Fabrikschließungen sowie über die Verletzung des Rechts auf Versammlungsfreiheit.
Gemeinsam mit Oxfam Australien hat die CCC ein Programm für eine sektorenübergreifende Lösungen in der indonesischen Sportschuh- und Bekleidungsindustrie (Sector-Wide-Solution for Indonesia) entworfen. Die Umsetzung des Programms soll dazu dienen, den indonesischen ArbeiterInnen ihre Rechte zu garantieren und sie mit dem Respekt und der Würde zu behandeln, die sie verdienen.
Mehr hierzu in der PDF-Datei Sector-Wide Solutions in Indonesia.pdf [11 Seiten auf Englisch | 150 KB]: » Download
Die CCC fordert Adidas dazu auf, dieses Programm zu implementieren!
Als einen ersten Schritt muss Adidas Schadensersatz für die entlassenen ArbeiterInnen leisten, die bei den früheren Zulieferern PT Dong Joe und PT Spotec angestellt waren. Im November 2006 wurden 10.500 ArbeiterInnen von PT Dong Joe und PT Spotec von einem Tag auf den anderen entlassen, als beide Fabriken ohne Vorankündigung schlossen. Die Situation vieler ArbeiterInnen verschlimmerte sich, als sie monatelang weder ihre Abfindungen noch andere ausstehende Zahlungen bekamen. Bis heute sind noch nicht alle Rechnungen mit allen ArbeiterInnen beglichen worden.
Da Adidas jetzt eine Ordervergabe garantiert hat, wird die PT Spotec Fabrik unter neuem Besitzer als Ching Luh wieder eröffnet. Die CCC fordert Adidas auf, sein Versprechen einzuhalten, einen fairen sowie transparenten Prozess zu gewährleisten, und zunächst den ArbeiterInnen einen Job zu geben, denen Löhne vorenthalten wurden.
Senden auch Sie einen Brief an Adidas, in dem Sie eine faire Behandlung der früheren ArbeiterInnen von PT Dong Joe und PT Spotec und die Umsetzung der sektorenübergreifenden Lösungen in der Sportschuh- und Bekleidungsindustrie fordern!
Unter www.saubere-kleidung.de oder www.inkota.de/eilaktionen können Sie eine Protestmail versenden!
Frank Henke
Global Director of Social and Environmental Affairs Adidas-Salomon
Email: frank.henke@adidas.de
Sehr geehrter Herr Henke,
Ich schreibe Ihnen mit der Bitte, sich mit den grundlegenden Missständen in indonesischen Sportartikel- und Bekleidungsfabriken auseinanderzusetzen. Setzen Sie das Programm „Sector-Wide-Solutions for the sport shoe and apparel industry in Indonesia“ um, das von Oxfam Australien, der Clean Clothes Campaign und einem internationalen Netzwerk aus Arbeitsrechts- und Verbrauchergruppen vorgeschlagen wurde.
Obwohl sich die Arbeitsbedingungen in der indonesischen Textilindustrie im letzten Jahrzehnt in vielen Aspekten verbessert haben, sind systematische Verletzungen der internationalen Arbeitsstandards immer noch offensichtlich. Immer wieder werden Fälle von Arbeitsrechtsverletzungen aus Indonesien gemeldet. Dabei geht es insbesondere um den Missbrauch von kurzen, befristeten Arbeitsverträgen, unverantwortliche und illegale Behandlung der ArbeiterInnen bei Fabrikschließungen und der Missachtung des Rechts auf Versammlungsfreiheit.
Adidas kann mit der Umsetzung des Programms einer sektorenübergreifenden Lösung dabei helfen, den indonesischen ArbeiterInnen eine freie Ausübung ihrer Rechte und eine Behandlung, die den indonesischen und internationalen Standards entspricht, zu gewährleisten.
Als einen ersten Schritt zu mehr Verantwortung in Indonesien muss Adidas Schadenersatz für die unsoziale Entlassung der ArbeiterInnen leisten, die bei den früheren Zulieferern PT Dong Joe und PT Spotec angestellt waren. Im November 2006 wurden 10.500 ArbeiterInnen von PT Dong Joe und PT Spotec entlassen, als beide Fabriken ohne Vorankündigung schlossen. Die Situation wurde dadurch verschlimmert, dass die ArbeiterInnen monatelang weder ihre Abfindungen noch andere ausstehende Zahlungen bekamen, sie waren also mittellos. Es sind immer noch nicht alle Rechnungen mit allen ArbeiterInnen beglichen worden.
Adidas und das Management von PT Spotec und PT Dong Joe müssen sicherstellen, dass den ArbeiterInnen alle ausstehenden Summen bezahlt werden. Jetzt, da die ehemalige PT Spotec Fabrik als Ching Luh neu eröffnet werden soll, hat Adidas die Chance, die Ungerechtigkeiten gegenüber den ArbeiterInnen wieder gut zu machen.
Adidas muss sein Versprechen einhalten, einen fairen, transparenten Prozess zu gewährleisten, in dem zunächst die ehemaligen ArbeiterInnen von PT Spotec und PT Dong Joe einen Job bekommen.
Ich freue mich auf Ihre Antwort und hoffe, dass Sie konkrete Maßnahmen treffen werden, um die Situation in Indonesien zu verbessern.
Mit freundlichen Grüßen,
IHR NAME